»1892 - 1921

Motorenfabrik Oberursel AG

Motorenfabrik Oberursel

1891
Dem Ingenieur Willy Seck gelingt in der väterlichen Werkstatt die Konstruktion eines Petroleummotors. Es ist ein robuster Einzylinder-Viertakt-Motor von 4 PS ohne Nockenwelle, klein aber stark, er nennt ihn „GNOM". Einige Oberurseler Handwerker meinen, das heiße: Geht Nicht Ohne Monteur!
1892
Gründung der Willy Seck & Co. Beginn des Motorenbaus. Sein Motor wird sehr bekannt und erfolgreich. Der Motor erringt in der ganzen Welt große Auszeichnungen.
1897
Nachdem die Gesellschafter die Zustimmung zum Einbau des GNOM in ein Automobil versagen, verlässt Willy Seck Oberursel für immer. In den folgenden Jahrzehnten war er an der Entwicklung von Automobilen, Vergasern und Zündapparaten in verschiedenen Autofirmen tätig, bis sich seine Spur während des zweiten Weltkriegs in Schlesien verliert.
1898
Die Motorenfabrik wird nochmals vergrößert und in eine Aktiengesellschaft umgegliedert, die Motorenfabrik Oberursel AG. Bei der Gründung war das Bankhaus Strauß aus Karlsruhe maßgeblich beteiligt und behielt die Führung des Unternehmens bis zum Zusammenschluss mit der Humboldt-Deutz Motoren AG im Jahre 1930.
1900
Unter Direktor Blumenthal wird der 2000ste GNOM fertig gestellt. Er wurde inzwischen mehrfach verbessert und in Feldbahnen, Grubenlokomotiven und Lokomobilen eingebaut, die auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen.Das Interesse an Oberurseler Motoren dringt bis in die allerhöchsten Kreise vor, was am 22. November 1900 zu einem 45-minutigen Besuch von Kaiser Willhelm II führt.
Louis Seguin aus Gennevilliers bei Paris erwirbt die Lizenz zum Bau von GNOM Motoren und nennt seine Motoren als Gnome. Mit seinem Bruder Laurent gründet er 1905 die Société Des Moteurs Gnome, den Vorläufer der späteren SNECMA.
1908
Die Gebrüder Seguin entwickeln ihren ersten Flugmotor mit rotierenden Zylindern, den 7- Zylinder Gnome Omega, der auf dem Pariser Luftfahrtsalon vorgestellt wird.
1913
Unter Direktor Heinrich Machenheimer erwirbt die Motorenfabrik Oberursel die Lizenz zum Bau dieser Umlaufmotoren. Die Motoren werden in Oberursel weiter entwickelt . Es entstehen Motoren mit 7, 9, 11 ,14 und 18 Zylindern (14 u.18 Zyl. In Doppelstern) mit Leistungen zwischen 70 und 160 PS. Erst nach 1918 werden die Umlaufmotoren von anderen Motortypen im Leistungsgewicht und im Verbrauch übertroffen.
1919
Nach der abrupten Einstellung der Flugmotorenfertigung mit Ende des ersten Weltkriegs wird ein Teil des früheren Fertigungsprogramms wieder aufgenommen. Kleine und mittlere Rohölmotoren werden gebaut. Ferdinand Freise entwickelt einen ersten kleinen Fahrradmotor mit einer Leistung von 1 PS, der aber nicht den gewünschten Erfolg bringt.
1920

Ferdinand Freise entwickelt einen kleinen 250 ccm Motor mit einer Leistung von 7,8 PS. Kurz vor der Fusion mit Deutz scheidet er aus der MO aus, baut den Motor aber in kleiner Serie in einer kleinen Fabrik in der Schulstraße in Oberursel weiter. Mit diesem Motor werden in den 1920'er Jahren die ersten Motorräder angetrieben. (Bücker und Horex).


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